Return of the Weinbeeren

 

Die Weinbeeren (Anchesa, Diander und doimlinque) sind wild entschlossen und kurz vor dem Start, wieder zu returnen. Ein bisschen Pfriemelei brauchts noch (und ein bisschen Leben und Gedöns läuft zudem nebenbei), dann ist hier demnächst ein neuer Streich zu finden. Einstweilen als Vorgeschmack eine Leseprobe eines älteren Blogs der Weinbeeren, der im freitag erschien:

 

Gullivers Reisen – Wenn einer eine Reise tut, gibt’s anschließend viel zu erzählen.

Lemuel Gulliver ist Schiffsarzt und wird vom Pech verfolgt. Wo ihn die Winde auch hintragen, seine Schiffe laufen auf Grund, geraten in wilden Stürmen vom Kurs ab, werden von Piraten heimgesucht oder von einer meuternden Matrosenhorde übernommen. So verschlägt es den dauerhaft um sein Leben bangenden Reisenden ein ums andere Mal einsam und allein an die entlegensten Gestade der Welt. Was er dort an Seltsamkeiten antrifft, geht auf keine Kuhhaut: In Lilliput ist er ein Riese unter Zwergen, in Brobdingnag ein Zwerg unter Riesen. Er bestaunt die Welt von der fliegenden Insel Laputa aus, verteidigt die Christenheit in Japan und trifft schließlich auf die noblen und weisen Houyhnhnms.

So mannigfaltig und verschieden sind die Eindrücke, die die jeweiligen Gesellschaften hinterlassen, dass der englische Gast nicht umhin kann, tiefgründige Reflexionen über die soziokulturelle Verfasstheit seiner eigenen Heimat anzustellen. Vor allem die Houyhnhnms haben es ihm angetan. Äußerlich europäischen Pferden nicht unähnlich, erweisen sich diese Wesen als wahre Blüte der Zivilisation, des An- und Verstands. Ihnen gegenübergestellt sind die einfältigen und triebgesteuerten Yahoos, stark behaarte Menschengeschöpfe, die von den Houyhnhnms in viehischer Abhängigkeit gehalten werden. Zu gerne nur würde Gulliver seinen Lebensabend bei den von ihm bewunderten Houyhnhnms beschließen. Allein, die Weisen selbst sehen in ihm lediglich die feingeschliffene Variante eines gemeinen Yahoos und dünken ihr Paradies durch ihn bedroht. Zutiefst beschämt und verzweifelt muss Gulliver auf einem Floß wieder zu Europens Küsten aufbrechen. Die Gesellschaft der Menschen allerdings ist ihm unerträglich geworden, Weib und Brut lässt er beim anstehenden Schreiben seiner Reiseberichte nurmehr widerwillig über seine Schultern schauen. So kann’s gehen bzw. so gehen die Gauchos.   

Es folgt der Reim, den sich die Weinbeeren darauf machten.

doimlinque: So, Ihr Yahoos. Wie ist die werte Meinung?

Diander: Ich war erstmal total geplättet, weil ich vor Urzeiten mal die Jugendbuchausgabe gelesen hatte, nur mit Teil 1 und 2. Damit verpasst man ja das Meiste und Beste. Schande aber auch, dass Kindern nicht die komplette Geschichte angeboten wird.

Anchesa: Ging mir auch so. Ich hab das Buch ja auch vor Urzeiten gelesen, auch die leicht gekürzte Variante. Aber ich finde, für Kinder ist das ganz richtig so. Ich fand die beiden letzten Reisen nicht besonders spannend – eher langweilig. Und vielleicht ist es ja auch Absicht, das in zwei Versionen zu veröffentlichen. Überrascht war ich aber, mit wie verschiedenen Augen ich das gelesen habe.

doimlinque: Mit verschiedenen Augen? Sonst immer einäugig unterwegs, oder wie?

Diander: Oder eins blau fürs Blauäugige, das andere braun.

Anchesa: Nee aber früher hab ich das Buch als reines Abenteuer gelesen, wohingegen jetzt die Ausgabe ja mit Erklärungen war und ich erst mal festgestellt habe, das das Ganze ja einen ziemlichen Hintergrund hat und satirisch ist.

doimlinque: Also, ich hatte von früher nur noch ganz wenige Eindrücke im Hinterkopf, hauptsächlich von irgendwelchen Liliputanern, die auf Gulliver rumkrabbeln. Jetzt habe ich mich sehr schwer getan, überhaupt in den Text reinzukommen. Insgesamt waren die Reisen dann doch nicht ganz so abenteuerhaft und die Satire hat sich nach 5 Minuten auch ein bisschen abgenutzt. Fand ich.

Diander: Abgenutzt? Ich fand das mit zunehmendem Lesen immer noch bissiger. Wenn ich als Beispiel die Wissenschaftler von Balnibarbi in Teil 3 mit ihren komplett sinnlosen Experimenten nehme, das ist so abgedreht und böse, dass mir nichts Vergleichbares an Bissigkeit dazu einfällt.

Anchesa: Mir ging`s genau umgedreht. Mit zunehmenden Reisen fand ich`s nerviger, langweiliger. Gerade diese „Akademie“ fand ich nur albern.

Diander: Nö, nervig und langweilig fand ich das überhaupt nicht, im Gegenteil. Da musste ja erstmal drauf kommen, aus Gurken Sonnenstrahlen züchten, menschliche Exkremente wieder in Nahrung zurückverwandeln, und so weiter.

doimlinque: Geschmunzelt habe ich schon auch an der einen oder anderen Stelle. Das sei zugestanden. Andererseits war das doch alles so vorhersehbar. Die Menschheit ist grundverdorben und durchgeknallt und das stelle ich jetzt mal durch ein paar extreme Beispiele aus. Irgendwann ist das ein alter Hut.

Diander: Aber der Menschheit oder besser der Leserschaft einen Spiegel vorzuhalten, ist doch ok. Und vielleicht der idealistische Versuch, sie zur Einsicht zu bringen, weg vom grotten- und potthässlichen, hinterlistigen, stinkenden, gierigen, machthungrigen Wesen zu einem besseren Menschen, äähm Yahoo zu machen.

Anchesa: Schmunzeln, eher Lachen musste ich an der Stelle, an der die Ärzte ihre Ideen in puncto Regierungsdebatten brachten. Die Debattierenden so lange medikamentieren, bis alle gleich denken und stimmen. Ich hab unweigerlich unseren Bundestag vor Augen gesehen, kommt ja in großen Teilen schon hin. Und auch die Stelle, bei der es um die Aufgaben der Minister geht, die dann jeden Tag daran „erinnert“ werden und daran gemessen, der Vergleich passt (leider) heute noch.

doimlinque: Ja, es gibt lustige Ideen und natürlich ist es legitim, derlei vorzuführen. Aber als Roman funktioniert das für mich nicht so besonders gut, weil die Handelnden eben immer nur Typen bleiben und keine runden Charaktere. Selbst Gulliver ist am Ende nicht viel mehr als das Medium, das uns eben den Spiegel vorhält. Und da finde ich dann 300+ Seiten einfach ein bisschen viel. Als Pamphlet sehr gut, als Urlaubslektüre ausbaufähig, soweit mein Fazit.

Anchesa: Ja von mir aus hätte Gulliver auch nach Brobdingnag zu Hause bleiben können, der Rest war irgendwie zu viel des Guten.

doimlinque: Er konnte nicht zurück nach England, weil da dieser Hausdrachen auf ihn wartete…

Diander: Samt missratenem Nachwuchs. Aber Anchesa, zu Deiner Anmerkung oben, ich habe besonders bei der Verfügung lachen müssen, dass Politiker erst ihre Meinung äußern müssen und dann verpflichtet werden, das genaue Gegenteil davon zu beschließen, zum Wohle der Öffentlichkeit.

Und noch zur Länge: 300 + x Seiten sind doch eher sparsam bei einer Generalabrechnung mit allen Ständen, ob Rechtsanwälte, Theologen oder sonst wer. Das braucht ein wenig Tinte und Papier.

doimlinque: Vor allem braucht es einen besseren Plot, der dann auch die ganzen drölfhundert Seiten trägt. Ich habe mich ein wenig gelangweilt. Denn, Hand aufs Herz, dass die Welt ein Jammertal ist, wusste ich auch vorher schon.

Anchesa: So gings mir auch ab der dritten Reise. Und die vierte – ich gestehe es – hab ich nur noch überflogen. Spannend fand ich aber vor allem, dass Swift  immer wieder das England seiner Zeit reinbrachte. Sei es in Figuren oder in Ereignissen. Ich habe oft die Bemerkungen und Erläuterungen lieber gelesen als die Reise selber.

Diander: Ja, ist schon eine durch und durch pessimistische Nummer, da gebe ich euch Recht. Von daher ist es schon auch nachvollziehbar, dass für Kinder mehr die Slapsticknummer mit Liliput und Brobdingnag ausgeschlachtet wird. Was mir noch aufgefallen ist, zum Teil ist das Ganze ganz nett deftig, wenn z.B. der Brand im Liliput-Schloss einfach ausgepinkelt wird, über die Verrichtung der Geschäfte berichtet oder bei den Riesendamen „rittlings auf den Brustwarzen“ geturnt wird. Mein lieber Herr Gesangsverein, für ein so altes Buch reichlich offenherzig.

doimlinque: Die Brustwarzennummer hat das Ganze ein bisschen erträglicher gemacht, stimmt. Und ansonsten gilt wohl, dass Swift nichfürnix das Werk anonym hat drucken lassen. Ich bin trotzdem beleidigt, dass es nicht ein wenig packender war. Da gibt es bessere Utopien, bei denen auch die Geschichte mehr hergibt und nicht nur ein Vehikel zur Reflexion ist.

Hier war mir das zu oberflächlich, zu deutlich eine Methode, um über das zeitgenössische England abzulabern (das ist übrigens nicht verkehrt, über England ablabern hat schon was für sich).

Diander: Ja, zum Beispiel über die Brontes….

doimlinque: Ham die auch abgelabert?!?

Anchesa: Oder hast Du zwei Bücher gelesen?

Diander: Bei aller Kritik darfste aber nicht vergessen, dass wir das aus heutiger Sicht als Satire und Reflexion sehen, aber damals muss das Buch ja wie eine Bombe eingeschlagen haben, weil es astrein als Reisebericht deklariert war und viele mangels Geographiebesserwissen es auch geglaubt haben. Das war ja wohl auch ziemlich heimtückisch so verpackt, dass es aufgrund der geographischen Beschreibungen damals durchaus hätte stimmen können.

Anchesa: Stimmt, er hat die damaligen weißen Lücken raffiniert ausgenutzt. Ob die „Obrigen“, die er ja meistenteils kritisierte, gemerkt haben, dass sie gemeint waren?

doimlinque: Hmm… Ich halte Engländer ja schon auch für ziemlich blöd, aber so tumb werden sie nicht gewesen sein, dass ihnen da nicht nach 10 Seiten ein Licht aufgegangen ist.

Anchesa: hmmmm

doimlinque: Und dann weiß ich auch nicht, ob ich das wirklich soooo raffiniert finde von der Anlage. Swift bedient sich da eben dem Muster des utopischen Romans, das hat Thomas More vor- und alle anderen nachgemacht. Oder?

Diander: Irgendwo habe ich jedenfalls gelesen, dass George Orwell fand, dass „Gullivers Reisen“, sollten alle Bücher dieser Welt vernichtet werden, als eines der fünf oder sechs wenigen gerettet werden müsste.

doimlinque: Psssst: Auch Orwell war Engländer!

Diander und Anchesa lachen leise vor sich hin.

Anchesa: Aber trotz aller Kritik kam auch immer wieder der Stolz auf sein England stark hervor.

Diander: Nö, ich denke eher, Swift hat Gulliver als kleinen Naivling beschrieben, der mehr oder weniger stolz über England berichtet hat, um genau damit die Reaktion der Zuhörenden, nämlich Ungläubigkeit und Entsetzen über die blöden, fiesen England-Yahoos zu erzeugen und anzubringen. Das war pures Mittel zum Zweck.

Anchesa: Das sehe ich – wie immer – etwas anders. Z.B. an der Stelle, wo der König von Brobdingnag über Gullivers Heimatland lästert,

….. Und so fuhr er fort, während ich mehrfach errötete und erbleichte, weil ich entrüstet darüber war, daß unser ruhmreiches Land, die Herrin der Künste und Waffen, die Geißel Frankreichs, die Schiedsrichterin Europas, der Sitz der Tugend, Frömmigkeit, Ehre und Wahrheit, der Stolz und Neid der Welt, so verächtlich behandelt wurde…“

Das ist doch wohl der pure Stolz auf sein Land, der da durchscheint.

doimlinque: Sorry, ey, aber das ist doch –wie alle entsprechenden Stellen auch- pure Ironie.

Diander: Meine liebe Anchesa, es spricht ja durchaus für Dich, dass Du an das Gute im Menschen glaubst, aber bitte, genau dieser Satz ist doch tatsächlich die pure Ironie. Ironischer geht’s kaum.

Plötzlich bekommen alle drei Weinbeeren Hunger und schieben eine Esspause ein

Frisch gestärkt geht’s an neue Diskussionen…

doimlinque: Ich habe noch mal über die Kinderbuchsache nachgedacht. Ich kann mir gar nicht so richtig vorstellen, dass das gut funktioniert, weil es doch eigentlich überhaupt keine richtige Fabel gibt. Gulliver bricht zu etlichen Reisen auf und wird darob zum Misanthrop. Aus die Maus. Ist nur so semispannend, finde ich. Wie war das denn noch mal…?

Anchesa: Das geht eigentlich sehr gut, wenn man nur die ersten zwei Reisen nimmt, ein paar schöne Bilder von Riesen und Zwergen dazu legt und die ganzen Bemerkungen und Fußnoten weglässt. Dann ist es ein Kinderbuch, weil Kinder nun mal nur die Liliputaner sehen und nicht die Analogien dahinter.

Diander: Naja, die ersten beiden Teile spielen schön mit den Relationen von Größe und das ergibt ja nun schon auch sehr komische Effekte, die man sich erst mal bewusst machen muss. Das hat schon was märchenhaftes, denk mal an doimlinque ääähm Däumling undsoweiter. Und damit haste die Kinderbuchversion. Aber ich bleibe dabei, Kindern oder Jugendlichen wären auch die beiden anderen Teile zumutbar, zumindest ab einem bestimmten Alter.

doimlinque: Ich bleibe auch dabei: Semispannend…

Anchesa: Ich fand es immer schön, wie sehr meine Phantasie ins Rollen kam, als ich das Buch als Kind oder eher junges Mädchen gelesen habe.

doimlinque: Ihr hattet ja auch nüscht.

Anchesa: Stimmt, nur unsere Phantasie, und wenn die einmal ins Rollen kam… Ich sag Dir…

Diander: Rollende Phantasie statt blühender, dafür blühende Landschaften.

Prost, darauf einen Wein!

doimlinque:Um hier nochmal die Kurve zu kriegen: Die Struktur des Buches ist eben so episodisch (weil es Swift um die immer neuen Vergleiche geht), ohne, dass es da einen richtigen Spannungsbogen gäbe. Das macht es etwas zäh, wenn man zum einen nichts mit dem London um 1710 zu tun hat und zum anderen ein wenig auf Entwicklung beim Protagonisten hofft. Kurzum: Noch mal tät ich den Schund nicht lesen.

Anchesa: Stimmt, ab Reise drei wurde es für mich auch schwer, durchzuhalten. Laaaangweilig.

doimlinque: Wobei an mancher Stelle der bissige Humor schon auch was hat. Reißt aber nur in der B-Note ein wenig was raus.

Diander: Ich fand es wie gesagt doch wenigstens vergnüglich zu lesen. Selbst in der Bissigkeit und der Verachtung.

doimlinque: Gerade in der Bissigkeit!

Diander: Was mir gerade in Bezug auf Kinder gefallen hat, war der Blick von klein auf groß im Reich der Riesen. Wie kleinen Menschen die Großen vorkommen, mit ihren lauten Stimmen, den riesigen Hautporen, dem orkanartigen Atem und so. So muss Kindern der Alltag vorkommen, die armen Wesen.

Anchesa: Stimmt, bei manchen Stellen kam ich mir vor wie ein kleines Kind. Als er zum Beispiel das Haus gebaut bekam. Wie eine Puppenstube. Diese Kleine, die ihn immer beschützte, fand ich ja herzallerliebst.

doimlinque: Okay, Ihr habt recht, in dem 2. Teil gibt es ja auch ein paar kleine „Abenteuer“ zu überstehen, wenn er von einem Affen oder Bienen angefallen wird. Kleiner Pluspunkt.

Anchesa: Ich war ja unheimlich froh, dass es Bienen waren und nicht Spinnen. Das wär dann meine Horrorvorstellung gewesen. Brrr

Diander: Schön fand ich auch den selbstgebastelten Kamm aus geschorenen Barthaaren des Königs, sehr erfinderisch.

doimlinque: Sehr ekelhaft.

Anchesa: Ja wie der 30 cm große Zahn, aus dem eine Schale gemacht wurde. Ähhh…

doimlinque: Kurze Verständnisfrage: Erinnere ich das richtig, dass er schlussendlich in Kleidern aus Yahoo(Menschen)-Haut nach England zurückreist? Das wäre dann meine Horrorvorstellung.

Diander: Ich meine auch, dass viel mit Yahoohaut gefertigt wurde. Das Boot zur Überfahrt wurde damit bespannt und mit „Yahootalg“ abgedichtet.

Anchesa: Die Hose war aus Mäusefell und eklig war auch das Hühnerauge, das er einer Edeldame vom Zeh geschnitten hatte und in Silber fassen ließ. Sag mal, geht’s noch???

doimlinque: Das galt damals als eindeutig sexueller Akt.

Diander: Gerade habe ich die Stelle gefunden, Gullivers Schuhe waren zumindest aus Yahoohaut. Aber gut, wer Kalbs-, Rinds oder was Wasweißichfürlederschuhe trägt, darf sich darüber kaum echauffieren.

Anchesa: Übrigens zu Deinem Kamm gab es ja noch ein Gegenstück. Erinnerst Dich? Der war dann an einem Stück Daumennagel Ihrer Majestät geheftet. Auch lecker!

Diander: Ich sachja, skurrile Ideen hatte er schon, der gute Swift. So ein Alltag in Irland ließ einem wohl Zeit zum Grübeln über derlei Abartigkeiten.

Anchesa: Ich glaub auch, der war einfach nicht ausgelastet!

doimlinque: Es hat so etwas Kuriositätenkabinettmäßiges, ja. Macht aber immer noch keine gute Story, da beharre ich drauf. Aber egal, jetzt ist dat Dingen ja ausgelesen.

Anchesa: Im letzten Jahrhundert hätte er aber echt Karriere machen können, beim Film und den Effekten. Wie wären die Filme mit Frankenstein wohl unter seiner Regie geworden?

doimlinque: Wer weiß, aber auch Filme werden in der Regel zumindest nicht schlechter, wenn es ein wenig eine Geschichte gibt, in der sich die Handelnden von A nach B hin entwickeln.

Anchesa: Zumindest nicht im ersten Teil. Im siebten dann vielleicht. Swift war vielleicht nur etwas überfordert, alles unterzubringen und spannend zu halten.

Diander: Und da schließt sich bei mir wieder der Kreis, er packt die Geschichte deiner Werdung zum Menschenfeind, Misanthropen in eine Geschichte, die nachvollziehen lässt, warum das so ist. Wer alle vier Teile gelesen hat, versteht zumindest Swifts Satz, der ihm zugeschrieben wird: „Der Mensch ist kein grundsätzlich vernünftiges Wesen, bestenfalls ein zur Vernunft fähiges.“

doimlinque: Ja, naja. Der ich alle vier Teile gelesen habe verstehe den Satz also so einigermaßen. Das macht das Buch nicht unbedingt lesenswerter, aber genug gebasht.

Diander: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam. (Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss).

Muss man mehr sagen? Wir meinen: Nö!

 

Anchesa, Diander und doimlinque

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6 Gedanken zu „Return of the Weinbeeren

    1. Diander Autor

      Hach, wie schön, liebe Anne, herzlich wilkommen! Bloß noch ein bisschen Geduld, die 3 Weinbeeren brauchen noch einen Termin in naher Zukunft für ihren Treff. Buch und Getränke sind schon besorgt, Plätzchen stehen auch parat, außer gemeinsamer Freizeit ist alles schon bereit. Die kommt aber hoffentlich auch demnächst, es kommt ja die staade Zeit.

      Ganz liebe Grüße, Diander

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