The Book of the Grotesque (Midwest II)

„Instead of being the warm center of the world the Middle West now seemed like the ragged edge of the universe.“ (F. Scott Fitzgerald, The Great Gatsby)

Wer seine Mitte nicht verliert, ist unüberwindlich, sagt man. Aber was heißt das schon… Der Aufstieg des Midwests zu einem ikonischen, super-amerikanischen Raum in der nationalen Psyche der USA geschieht zu einem Zeitpunkt des umfassenden soziokulturellen Wandels. Er findet statt vor dem Hintergrund einer sich stets rasanter verändernden Lebenswelt. Die gedankliche Ausmalung des sprichwörtlichen Ortes, an dem die Welt noch in Ordnung ist, geschieht – um im Bild zu bleiben – mit wasserlöslichen Farben. Das, was der Midwest sein soll, wofür seine Bewohner gehalten werden, ist immer schon auch eine Reaktion gewesen, ein Gegenbild zu den Eindrücken großer Umwälzungen – ich sage auch, weil jeder Mythos einen faktischen Anknüpfungspunkt braucht und zudem dort, wo vermeintliche Gewissheiten immer und immer wiederholt werden, womöglich am Ende doch etwas hängenbleibt. Wie dem auch sei.

Jener Wertekanon, der das Land im langen 19. Jahrhundert geprägt hatte und der noch immer stark unter dem Einfluss der puritanischen Moral und Sitten der ersten Kolonialisten in Neuengland stand, wurde um die vorletzte Jahrhundertwende herum zunehmend hinterfragt. Grundpfeiler der überkommenen Normen waren ein arbeitsames, gottesfürchtiges Leben gepaart mit einer tiefsitzenden Skepsis gegenüber Spiel, Spaß und Unterhaltung. Neben der stark gezügelten und im Grunde verteufelten Sexualität, ist die Gesellschaft zudem auch vom starren Rollenverhältnis der Geschlechter geprägt. Die Infragestellung dieser gesellschaftlichen Codes geht nun also Hand in Hand mit ihrer neuerlichen Festschreibung im verklärten Traumbild des Landesinneren. Beinahe könnte man vermuten, dass sich in dieser Sattelzeit beides gegenseitig bedingt, indem der Midwest die Folie abgibt, an der sich die junge Generation reiben kann. Das Resultat ist in jedem Fall eine spannende Dialektik, welche in die künstlerischen Einlassungen zum mittleren Westen in der Zeit der klassischen Moderne eingewebt ist und ihnen häufig den Stempel aufdrückt.

Kaum ein literarisches Genre ist „amerikanischer“ als die Kurzgeschichte. Dieses Diktum bleibt wahr, auch wenn man erstens den Anfang der modernen Kurzgeschichte mit Fug und Recht in den Texten des preußischen Regierungsrates E.T.A. Hoffmann verorten könnte, die Kunst der Kurzgeschichte zweitens ab dem 20. Jahrhundert wenigstens in allen europäischen und lateinamerikanischen Literaturkreisen eifrig gepflegt wird und es drittens ohnehin ein problematisches Unterfangen ist, der Essenz von Kunstwerken über die nationale Schiene beikommen zu wollen. Dies alles gesagt habend, ist die short story dennoch der Nabel und das Herzen literarischen Schaffens in den USA. Wenn nichts mehr geht, geht immer noch ein Stück in einem Zug durchzulesender Kurzprosa. Diese Tradition setzt ein mit Washington Irvings Sleepy Hollow, führt über den feingliedrigen Horror Edgar Allan Poes und wird fortgesetzt von Mark Twain, Ambrose Bierce oder auch Stephen Crane und Jack London. Die Schreiberlinge der klassischen Moderne knüpfen an dieses Erbe an, wobei sie die Brüche und Achsenverschiebungen ihrer Zeit aufgreifen und zu Geschichten machen. Am Beginn dieser Entwicklung steht ein kleiner Erzählungsband aus dem Midwest namens Winesburg, Ohio von Sherwood Anderson.

In seiner Autobiografie schreibt der große israelische Schriftsteller Amos Oz, dass Andersons Büchlein ihm gezeigt habe, das Weltliteratur sich nicht unbedingt in Weltstädten abspielen müsse: “I suddenly realized that the written world does not depend on Milan or London but always revolves around the hand that is writing, wherever it happens to be writing: where you are is the center of the universe.” Nicht Mailand oder London, sondern eine verschlafene Kleinstadt in Ohio, wo die Industrialisierung noch kaum Spuren hinterlassen hat und sich Coyote und Waschbär gute Nacht sagen, als Zentrum des Universums. Wie konnte es so weit kommen?

Zuerst kommt der Nervenzusammenbruch. Im Dezember 1912 wird Sherwood Anderson in verwirrtem Zustand in Cleveland aufgegriffen, nachdem er vier Tage zuvor Hals über Kopf aus seinem Büro in Elyria, einer Kleinstadt am Black River im nördlichen Ohio, geflohen war. Zurück ließ er seine Frau und drei Kinder sowie den Chefposten eines von ihm selbst gegründeten Versandhandels. Später wird Anderson den Vorfall stilisieren zu einem – kalkulierten – Ausbruch aus dem Korsett der bürgerlichen Konventionen und gleichzeitigen Einstieg in seine Existenz als nur mehr sich selbst verpflichtetem Künstler. Tatsächlich ist er wohl sehr viel mehr von der Rolle gewesen, als er sich einzugestehen wagte. In jedem Fall aber kommt es in der Folge tatsächlich zum Bruch mit seiner Familie und zieht der nicht mehr ganz junge Mann nach Chicago, wo er bis zu seinem kurzen Militärdienst während des Spanisch-Amerikanischen Krieges 1898-1899 bereits kurz einmal gewohnt hatte. Hier, im urbanen Zentrum des Midwests, buhlt er nun um Anschluss an die schriftstellerische Avantgarde um Theodore Dreiser, Carl Sandburg und Ben Hecht. Einmal bleibt er eine ganze Nacht lang wach, gefesselt von einem gerade erschienenen Lyrikband, der Spoon River Anthology.

Dieses Buch eines noch recht unbekannten Dichters, Edgar Lee Masters, wird wohl zur Hauptinspiration für Andersons Eintrittskarte in das Pantheon der Weltliteraten. Denn obwohl er zunächst zwei Romane veröffentlicht, sind es die gleich nach der Spoon River-Lektüre begonnenen und 1919 gebündelt als Winesburg, Ohio herausgegebenen Kurzgeschichten, denen Anderson recht eigentlich seinen Ruhm verdankt. Dabei ist das Buch bei der Veröffentlichung kein riesiger Erfolg bei der breiten Masse. In den literarischen Zirkeln des Landes aber sind die Wellen enorm: „Nothing quite like it has ever been done in America“, posaunt der berühmte Kritikerpapst H.L. Mencken. Kleine Geschichten über kleine Menschen mit kleinen Leben in einer kleinen Stadt – was Anderson als lose gefassten Zyklus vorlegt, steht weit jenseits dessen, was bis dato als gültiger literarischer Stoff gegolten hatte. In Winesburg geschieht, anders ausgedrückt, nichts, und trotzdem tritt einem aus den Zeilen die ganze Welt entgegen.

In der ersten der insgesamt 22 short stories, „The Book of the Grotesque“ geheißen, wird vage eine Herausgeberfiktion angedeutet. Einem alten Schriftsteller zieht in einem „dream that wasn’t a dream“ eine Prozession vor dem geistigen Auge entlang, alles Menschen, die er einmal gekannt hatte, jetzt gewandelt zu „grotesques“. Über sie schreibt der alte Mann ein Buch, das nie veröffentlicht wird, von dem man aber wenigstens annehmen kann, dass es eben der folgende Text ist. So seltsam die Bezeichnung „grotesques“ für die Menschen zunächst scheint, so passend ist sie doch in Bezug auf die Protagonisten der Geschichten in Winesburg, Ohio.

 

*Klick* „George Willard crouched and then jumped through the path of light that came out at the door. He began to run forward in the darkness. Behind Ed Griffith’s saloon old Jerry Bird the town drunkard lay asleep on the ground. The runner stumbled over the sprawling legs. He laughed brokenly.“

 

Die Geschichten kreisen um vom Leben Enttäuschte, Suchende nach einem Sinn, den die Religion nicht mehr hergibt, verpassten Gelegenheiten Hinterhertrauernde, Liebende, die sich einander nicht erklären, Menschen, die das Gefühl nicht loswerden, dass das wahre Leben irgendwo anders stattfindet. Hinter den Gardinen ihrer Fenster lugen derweil die Nachbarn hervor und beobachten das Elend der anderen. Alle sind hier seltsam isoliert und zur echten Kommunikation unfähig. Und obwohl die Erzählungen jeweils auf kleine Epiphanien hinauslaufen, wirken diese im Ganzen viel eher absurd als befreiend. Insgesamt verlagert Anderson den Schwerpunkt seiner Geschichten weg von denkwürdigen Begebenheiten oder rasanten Plots hin zum Innenleben seiner Figuren. Die Aufregung geschieht hier zwischen den Ohren. Und siehe: Unter der Oberfläche des ruhigen Alltags in God’s own country brodelt und blubbert es gewaltig.

Es ist schon bemerkenswert, dass hier zu Beginn dessen, was patriotische Geschichtsschreiber später das „amerikanische Jahrhundert“ nennen werden, ein Haufen gebrochener, desillusionierter Charaktere als Durchschnittsbürger durch die Kapitel paradieren. Von Aufbruchsstimmung oder dem berühmten amerikanischen can do-Optimismus findet sich in Winesburg kaum eine Spur. Eher hat man andersrum das Gefühl, dass der Untergang des Abendlandes bereits beschlossene Sache ist und die Menschen in Ohio sich diesen Umstand als persönliche Kränkung ganz besonders zu Herzen nehmen. In Andersons Worten: “…life here is for the most part an ugly affair.”

Letztere Einlassung ist Teil eines längeren Rechtfertigungsversuchs, zu dem sich der Autor alsbald gezwungen sah. Denn natürlich kommt nicht ungeschoren davon, wer ein fettes Fragezeichen hinter den nationalen pursuit of happiness setzt. Und dazu noch Menschen zeigt, die sich nach Sex sehnen, ohne sich dabei sogleich dreimal hintereinander zu bekreuzigen. Noch ein Zitat, diesmal von Hart Crane, einem der Vorzeigedichter der amerikanischen Moderne (der übrigens ebenfalls aus einer Kleinstadt in Ohio stammte):

„Of course it is patent that people do not like to be told the truth. Especially our Puritans! Winesburg was the first book to tell the truth about our small mid-western towns. And what a fury it threw some people into! It seemed to be so much easier for those people to fling back, – “Neuroticism!” “Obscenity!” and “Exaggeration!” than to recognize themselves and others there.”

Dabei ist es eigentlich die Wärme, mit der Anderson seine Figuren zeichnet, die beim Lesen hängenbleibt. Man mag grotesk sein, aber man ist es auf entwaffnend menschliche, mitunter sehr liebenswerte Weise. So wird paradoxerweise dem amerikanischen Kleinstadtleben ein Denkmal gesetzt, gerade indem die Haarrisse im rot-weiß-blauen Makeup offengelegt werden. Vielleicht, dass sich diese Zugewandheit zu den eigenen Figuren dem Umstand verdankt, dass Anderson selbst – im Jahr 1876 – in diese Welt hineingeboren wurde und hier die Menschen beschreibt, die seine Kindheit bevölkerten. Gewidmet ist Winesburg, Ohio jedenfalls seiner Mutter, „whose keen observations on the life about her first awoke in me the hunger to see beneath the surface of lives“. (Die Bibliothek des Städtchens Clyde in Ohio, in dem viele das Vorbild für Winesburg ausgemacht haben wollen, hielt Andersons Buch übrigens jahrzehntelang im Schrank für verbotene Bücher verschlossen, so schwer wog offensichtlich der Angriff auf das Selbstverständnis der braven Midwesterners.)

Sherwood Anderson hat später noch manches Buch veröffentlicht, darunter weitere Zyklen von Kurzgeschichten oder den hochgelobten Roman Dark Laughter. Ein wirklich großer literarischer Erfolg war ihm nicht beschieden. Erst bei seinem Tod im Jahr 1941 werden noch einmal euphorische Nachrufe geschrieben. Vor allem der inzwischen deutlich sich manifestierende Einfluss Andersons auf die Entwicklung der amerikanischen short story wird gewürdigt, die von ihm vorgezeichnete Blaupause schimmert in etlichen literarischen Meilensteinen der folgenden Jahrzehnte durch. Deutlich berühmtere Autoren wie Hemingway, Faulkner und viele, viele andere stehen offensichtlich in seiner Schuld. Andersons George Willard, der in beinahe allen Geschichten von Winesburg, Ohio vorkommt und der am Schluss der letzten Geschichte aufbricht in die weite Welt, ist ein direkter Vorfahre von Hemingways Nick Adams. (Hemingways Dank war eine ziemlich üble Parodie auf Anderson in der Novelle The Torrents of Spring.)

Winesburg, Ohio ist eine Ansammlung von Blumen in verschiedensten Formen und Farben, die gemeinsam ein wunderbares Bukett ergeben, um hier einmal – im wahrsten Sinne des Wortes – blumig zu schreiben. Einzelne Blüten herauszupicken, beraubte sie der spannungsgeladenen Wechselwirkung, das Buch ist – um eine weitere abgehangene Metapher noch ein wenig toter zu trampeln – mehr als die Summe seiner Teile. Andererseits ist jede einzelne Geschichte in sich geschlossen und kann durchaus apart bestehen. Eines der absoluten Highlights im Gesamtkanon der amerikanischen Kurzgeschichten ist für mich das kaum 4-seitige „Paper Pills“ über den alten Doktor Reefy, der einmal verliebt gewesen ist und der jetzt große Gedanken auf Papierschnipseln festhält, die er dann in seine Taschen stopft, wo sie mit der Zeit zu kleinen Kügelchen werden und irgendwann ungelesen weggeschmissen werden. Daraus ein letztes Zitat:

“The story of Doctor Reefy and his courtship of the tall dark girl who became his wife and left her money to him is a very curious story. It is delicious, like the twisted little apples that grow in the orchards of Winesburg. In the fall one walks in the orchards and the ground is hard with frost underfoot. The apples have been taken from the trees by the pickers. They have been put in barrels and shipped to the cities where they will be eaten in apartments that are filled with books, magazines, furniture, and people. On the trees are only a few gnarled apples that the pickers have rejected. They look like the knuckles of Doctor Reefy’s hands. One nibbles at them and they are delicious. Into a little round place at the side of the apple has been gathered all of its sweetness. One runs from tree to tree over the frosted ground picking the gnarled, twisted apples and filling his pockets with them. Only the few know the sweetness of the twisted apples.”

Die guten, makellosen Äpfel werden gepflückt und in Fässern in die großen Städte verschifft. In der Provinz bleiben die unansehnlichen Früchte. Winesburg, Ohio ist ein Buch über diese „twisted apples“, deren wunderbare Süße nicht offensichtlich und nur den Kennern vorbehalten ist.

 

doimlinque

 

Erster Satz: „The writer, an old man with a white mustache, had some difficulty in getting into bed.“

Letzter Satz: „He stayed that way for a long time and when he aroused himself and again looked out of the car window the town of Winesburg had disappeared and his life there had become but a background on which to paint the dreams of his manhood.“

 

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12 Gedanken zu „The Book of the Grotesque (Midwest II)

  1. anchesa69

    „…führt über den feingliedrigen Horror Edgar Allan Poes und wird fortgesetzt…“

    Ohh Poe, es gab eine Zeit, da hab ich seine short stories geradezu verschlungen.

    „…Die Geschichten kreisen um vom Leben Enttäuschte, Suchende nach einem Sinn, den die Religion nicht mehr hergibt, verpassten Gelegenheiten Hinterhertrauernde, Liebende, die sich einander nicht erklären, Menschen, die das Gefühl nicht loswerden, dass das wahre Leben irgendwo anders stattfindet….“

    Das klingt mir irgendwie wie die Vorgeschichte zur Spoon River Anthology. Ist es so auch gemeint gewesen von Anderson?

    Was favouritisierst Du denn nun – Winesburg oder Spoon River?

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    1. doimlinque Autor

      Ohh Poe, es gab eine Zeit, da hab ich seine short stories geradezu verschlungen.

      Ja, bei mir schon auch. Die Bände mit seinen Geschichten gehören zu den Büchern, die am längsten in meinem Regal stehen. Ist auch ein sehr spannender Charakter, der Poe. Wenn man dann aber näher hinschaut, finde ich die Texte manchmal ein wenig zu sehr konstruiert, und zwar immer nach dem selben Schema. Da merkt man dann, dass er einfach nur die einzelnen Punkte seines short story-Gerüsts abgeklappert hat. Trotzdem, manches finde ich immer noch famos.

      Das klingt mir irgendwie wie die Vorgeschichte zur Spoon River Anthology. Ist es so auch gemeint gewesen von Anderson?

      Anderson hat in Spoon River eine seiner Hauptinspirationen, ja. Kleinstadt im mittleren Westen mit seltsam entfremdeten Bewohnern, deren Geschichten sich zwischen den Buchdeckeln miteinander verschränken.

      Was favouritisierst Du denn nun – Winesburg oder Spoon River?

      Oh, da rede ich mich damit heraus, dass man das schlecht vergleichen kann. Gedichte und short stories eben, Äpfel und Birnen. Ich kann mich aber heute noch daran erinnern, wie wohlig warm ich mich bei der ersten Lektüre von Winesburg gefühlt habe. Das war schon etwas ganz besonderes.

      Gruß, d.

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  2. Diander

    Ich möchte an dieser Stelle mal wieder lobend die Zeichnung der walking boots erwähnen, sehr schön!
    Ansonsten wird mir aber gerade beim Gedanken an die nächste Weinbeerenlektüre ein wenig mulmig, da wird uns doimlinque die amerikanische Literatur rinks und lechts um die Ohren hauen, ayayay ;)
    Grüßle, Di

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    1. doimlinque Autor

      Famoser Teaser, das.

      Und nein, natürlich nicht. Ist doch ein anderes Format – Spielbein/Standbein, so was. Und im Glaubenskrieg der Literatur zählt ohnehin jede Meinung.

      Gruß, d.

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    1. doimlinque Autor

      Ja, kenne ich tatsächlich, das habe ich mal geschenkt bekommen. Hat mir ganz gut gefallen (das klingt viel vernichtender, als es gemeint ist), aber dem riesengroßen Hype, der um die „Wiederentdeckung“ von Buch und Autor gemacht wurde, ist es nicht ganz gerecht geworden. Mein Eindruck. Irgendwie kam mir die Stonersche Normalität aufgesetzt vor. Ich würde glaube ich gerne mal „Butcher’s Crossing“ lesen, das scheint ein ziemlich extremer Text zu sein.
      Abgesehen davon stimmt es natürlich, dass in „Stoner“ die Midwestklaviatur rauf und runter geklimpert wird.

      Gruß, d.

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      1. dame.von.welt

        Achachach, warum frage ich eigentlich? Sie kennen doch sowieso immer schon alles…

        Ich fand die Entwicklung vom harten bäuerlichen Leben zur Literaturliebe und zu den verschiedenen Varianten von Stoners bürgerlicher Un-Normalität großartig. Ich konnte in dem ganzen Buch nichts von irgendeiner Normalität finden. Das tut doch nur so.
        Grüße!

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        1. doimlinque Autor

          Nee, ich kenne lange nicht alles, wirklich nicht. Tut mir leid, wenn das so rüberkam. Bei den Eckpfeilern der amerikanischen Literatur kann man Glück haben, aber sonst…

          Das tut doch nur so.

          Und ich glaube, genau das hat mich ein wenig gestört. Dieses ins Auge springende Andeuten von Tiefe unter einer ganz glatten Oberfläche. Nach hundert oder so Seiten kam mir das einfach wie eine leere Geste vor. Aber ich habe es schon auch gerne gelesen, wie gesagt.

          Gruß, d.

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