Schlagwort-Archive: Weinbeeren

Verwelktes Glück

Frankreich in den Jahren der Julimonarchie Louis-Philippes I. nach 1830. Dem nicht unsympathischen, wohl aber unbedarft tumben Provinzarzt Charles Bovary passt es gut in den Kram, dass ihm die unter kräftiger Vermittlung seiner Frau Mama zugeschanzte unnahbare erste Ehefrau unter den Fingern wegstirbt: Endlich kann er dem heftigen Werben der jungen Klosterschülerin Emma, die in ihm einen Helden aus einem ihrer Liebesromane zu erkennen meint, nachgeben und das Glück der bürgerlichen Zweisamkeit am eigenen Leib erfahren. Oder so ähnlich. Was sich im Folgenden entspinnt, ist die klassische Erzählung über jenes Hinterher, das einem Damoklesschwert gleich über jedem happily-ever-after dräut.

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Verirrung und Verfall

 

Nirgends strapaziert sich der Mensch so sehr, wie bei der Jagd nach Erholung, deklamierte dereinst Laurence Sterne. Wie recht er damit hatte, erweist sich beim Blick auf den Protagonisten in Thomas Manns Novelle ‚Der Tod in Venedig‘, welcher einen Kurztrip auf den venezianischen Lido zum Anlass nimmt, unfreiwillig aus dem Leben zu scheiden.

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Geronimo 1 reloaded

Eine Romanze in 5 Kapiteln und 99 Bildern

Weihnachtszeit, Handklöppelzeit, Punschzeit. Statt second-hand-Klassiker-reading hatten die Weinbeeren einst eine first-hand-Eigenkreation – einen in liebevoller Kleinstarbeit zusammenfabulierten und bebilderten instant classic, Papier reihum, gebastelt.

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